Forschungspläne

Meine Publikationen und mein aktuelles Forschungs­projekt lassen ein deutliches Interesse an interdisziplinären Forschungszusammenhängen erkennen. In diesem Kontext stehen auch meine weiteren Forschungspläne:

 

In der näheren Zukunft werde ich meine Forschung über die Intellektuellenthematik weiter vertiefen und auf Fragen der Gegenwart erweitern. Ausserdem werde ich mich weiterhin im Themenbereich der Narratologie engagieren. Ein weiterer Forschungsplan ist die Untersuchung der Musse und der Melancholie in der japanischen Literatur- und Geistesgeschichte.

 

Es folgt eine Auflistung der geplanten Forschungsvorhaben:

 

1.   Der gegenwärtige Intellektuellendiskurs in Japan (= Weiterführung des Habilitationsthemas auf aktuelle Zeitgeschehnisse): Eine kritische Untersuchung der gegenwärtigen Intellektuellen in Japan im interkulturellen Vergleich in Bezug auf aktuelle und zukünftige gesellschaftliche Problemstellungen.

2.   Musse und Melancholie in der japanischen Literatur- und Geistesgeschichte.

3.   Japanische Utopievorstellungen (Fortsetzung eines bereits begonnen Forschungsprojekts).

4.   Kunst und Rebellion in den 60er Jahren: Eine Untersuchung subversiver Literatur sowie anderer Kunstrichtungen wie Film und Theater als Auswirkungen der Unruhen im Zuge der Verlängerung des Japanisch-Amerikanischen Sicherheitsvertrags (Anpō-Unruhen).

5.   Lebensbeschreibungen japanischer Hofdamen: Eine Untersuchung klassischer japanischer Tagebücher anhand der gender-orientierten Narratologie  (in Zusammenarbeit mit der Bonner Forschergruppe Narratio Aliena: Erzählstrategien in nicht-abendländischen Texten).

6.   Noma Hiroshis Werk Seinen no wa (Kreis der Jugend) und seiner Bezüge zu Sartres Literaturtheorie (Weiterführung eines bereits begonnenen Forschungsprojekts).

7.   Die “Debatte über Literatur der Kontingenz” (gūzen bungaku ron), die sich in den 30er Jahren zwischen Marxisten und Sensualisten entfachte.

8.   Ein Vergleich zwischen den Literatur- und Intellektuellendebatten der Meiji-Zeit und der späten Qing-Zeit bezüglich Fragen der Modernisierung.

9.   Erforschung der sozialen Unruhen in den 60er Jahren anhand einer Untersuchung der Kommunikationsstrukturen zwischen Individuum und Machtapparat.

10.   Neue ästhetische Gesellschaftsphänomene in Japan: Verhältnis zwischen Intellektuellen und Konsumgesellschaft.