Abstract Ōshima Nagisas Film Kōshikei (Tod durch Erhängen, J 1968)

In dem Aufsatz wird die Rezeption des Sartre'schen Existentialismus in den theoretischen Schriften und im Filmschaffen von Ōshima Nagisa (*1932), einem der führenden Vertreter des japanischen Nūberu Bāgu Films untersucht. Als Fallbeispiel dient Ōshimas Nagisas Film Kōshikei (Tod durch Erhängen) aus dem Jahr 1968, in dem Ōshima einen bekannten Mordfall in Japan aus dem Jahr 1958 und die damit verbundene Todesstrafe des Täters sozialkritisch aufgreift. Anhand des Films werden zunächst thematische Bezüge zu Sartres Theorie des Existentialismus herausgearbeitet und einem zweiten Teil aus filmanalytischer Perspektive veranschaulicht, wie die filmische Narration das Konzept des Existentialismus stützt. Der Film eignet sich besonders gut zur Darstellung existentialistischer Elemente und lässt zudem Bezüge zu Kafka und dem Epischen Theater Brechts zu.